Tanzcooperative Thesaurus tanz darmstadt

"Fein"

Mi | 02.11. | 20:00 Uhr

Do| 03.11. | 20:00 Uhr

 

 

"Doch jedesmal ist da vor dem voll ausgebildeten Gedanken eine Art inneres Geflüster, das sie nicht zu fassen kriegt." (Christa Wolf /Kindheitsmuster)

 
 
In "Fein" versuchen die Tänzerin Sabine Prokop, die Harfenistin Luise Enzian und die Fotografin Ljuba Avvakumova in die Tiefen der Wahrnehmung eigener Empfindungen einzutauchen. Nicht expressionistische Gefühlsausflüge sind hier Forschungsobjekt, sondern das Leise und Berührende, das doch immer spürbar sein kann. Es ist der Versuch Impulse und Reize zu reduzieren, sich und dem Zuschauer Stille und Leere zu erlauben, ohne in zeitgenössischen Gefühlspragmatismus, in reißerische  Provokation oder manipulative Effekte zu fallen.
 
AK 15,-€/ermäßigt: 10,-€/Schüler & SGBII 6,-€
 
No risk no fun - last minute Studententarif - kurz vor der Vorstellung Restkarten für 6,-€ - Versuch lohnt sich

"Fremdbesitzexzesse" | Tanz

Thesaurus Tanz Darmstadt präsentiert:
 
Ein Tanztheaterabend mit Stücken von Sabine Prokop und Ljuba Avvakumova
 
Prem: Fr. | 20. Mai | 20:00 Uhr
Vorst: Sa. | 21. Mai | 20:00 Uhr
 

Penthesilea | Konzept und Choreografie: Sabine Prokop

Ein TanzTrauerSpiel frei nach Heinrich von Kleist

"Denk ich bloß mich, sind´s meine Wünsche bloß, die mich zurück aufs Feld der Schlachten rufen? Ist es das Volk, ist´s das Verderben nicht, das in des Siegs wahnsinniger Berauschung, hörbaren Flügelschlags, von fern ihm naht?"

-und schon ziehen unheilvolle Vorahnungen auf. Die Kraft der Liebe, so erhebend wie zerstörerisch, stärker als der Tod oder doch der Tod selbst, ist immerwährendes Motiv über die Zeiten hinweg. Oft gerät diese Liebe in Konflikt mit gesellschaftlichen Normen, mit Machtverhältnissen, sozialen Zugehörigkeiten - doch ebenso oft wird dieser Kampf von einem äußeren zu einem inneren, zum Kampf gegen sich selbst.

Es mag das bittere Liebesende für die Kriegerin Penthesilea und den Helden Achill dramatischer sein als das auf- und abgeklärte Beschließen von Liebesbeziehungen im 21. Jahrhundert mitteleuropäischer Zeit. Aber die Sehnsüchte und Ängste sind geblieben, ventiliert im Konsumkarussell potentiell verfügbarer Beziehungsoptionen.

Sabine Prokop: Penthesilea | Sven Gettkant: Achill | Ljuba Avvakumova: Erzählerin

 

Das Bild ohne Bedeutung | Konzept und Choreografie: Ljuba Avvakumova
 

Inspiriert durch das Werk von Oscar Wilde, seinem Dandytum und seiner exzentrischen Selbstinszenierung, beschäftigt sich Ljuba Avvakumova in "Das Bild ohne Bedeutung" mit der Kunst der Selbstdarstellung. Im Zeitalter der sozialen Netzwerke und der Selfies ist das Phänomen der Selbstdarstellung nicht mehr nur exzentrischen Künstlern, Dandys oder der gesellschaftlichen Elite vorbehalten. Ganz im Gegenteil scheint für alle gleichermaßen zu gelten: Selbstdarstellung bedeutet Selbstverwirklichung.

Doch ist das nicht ein Trugschluss? Können wir tatsächlich bestimmen, welches Bild die Menschen, die uns begegnen, von uns haben? Oder täuschen wir uns nicht selbst und die anderen sehen viel genauer, wer wir tatsächlich sind? Denn durch Handeln und Sprechen verraten wir mehr von uns, als von uns zu kontrollieren ist, sodass unsere Person, die nach Hannah Arendt einem Dämon gleicht, der auf unserer Schulter sitzt, den Mitmenschen sichtbar ist, aber nicht uns selbst. Ganz im Sinne des Buchtitels der Psychoanalytikerin Eva Jaeggi: wer bin ich? Frag doch die anderen!

AK 15,-€/ermäßigt: 10,-€/Schüler & SGBII 6,-€
 
No risk no fun - last minute Studententarif - kurz vor der Vorstellung Restkarten für 6,-€ - Versuch lohnt sich

Thesaurus Tanz Darmstadt

Bewegte Synonyme

So. | 29. März 2015 | 20:00 Uhr

Verbindungen, Gegensätze, Unabhängigkeit, Vertrauen, Angst – Begriffe prallen aufeinander,  stoßen Bewegung an, meinen etwas anderes, als sie sagen, bringen Neues hervor.
„Bewegte Synonyme“ werden zu Körpern, zu Handlungen, zu Kommunikation, Missverständnissen, schlicht: zum Chaos des Lebens, das kaum jemandem erspart bleibt. Warum verliert der Mensch Orientierung?  Lässt sich Leben ordnen? Oder verschleiern Worte die Natur der Dinge?
 
Die österreichische  Tänzerin Sabine Prokop und der spanische Choreograf Miquel G. Font (beide ehem. Staatsth. Darmstadt) versuchen  sehr intime, persönliche Tanz-Sprachen zu finden, jenseits des gängigen Tanzvokabulars und seinen Klischees. „Bewegte Synonyme“  erkunden den Raum für unmittelbare Mitteilungen   der Körper, die uns ganz universell in unserer Menschlichkeit berühren.
AK 17,-€/ermäßigt: 10,-€/Schüler & SGBII 6,-€
 
No risk no fun - last minute Studententarif - kurz vor der Vorstellung Restkarten für 6,-€ - Versuch lohnt sich